Diabetesmarkt

Derzeit

Aufgrund der durch Diabetes verursachten Folgeerkrankungen sind die mit Diabetes verbundenen ökonomischen Kosten für die Gesundheitssysteme gewaltig. Weltweit liegen die ökonomischen Kosten bei über 465 Milliarden US-Dollar, wovon über 220 Milliarden US-Dollar in Nordamerika und über 130 Milliarden US-Dollar in Europa entstehen.

Die direkten Kosten für die Diabetes-Behandlung teilen sich auf in Kosten für Insulin und antidiabetische Medikamente, Insulin-Spritzen und Insulin-Pumpen, sowie Blutzuckermessgeräte. Der Markt für Insulin und antidiabetische Medikamente hat in 2013 eine Größe von etwa 34 Milliarden US-Dollar, der Markt für Insulin-Spritzen und Pumpen beläuft sich in 2013 auf etwa 3 Milliarden US-Dollar und der Markt für Blutzuckermessgeräte auf etwa 16 Milliarden US-Dollar.

Zukünftige Entwicklung

Nach einer Veröffentlichung der International Diabetes Federation (IDF) aus dem Jahr 2011 waren im Jahr 2011 weltweit etwa 366 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Diese Zahl wird sich bis zum Jahr 2030 um etwa 9,9 Prozent jährlich auf etwa 552 Millionen Menschen erhöhen. In Schwellenländern und neu aufstrebenden Industrieländern ist die Zunahme noch wesentlich höher. So wird im südostasiatischen Raum mit einer Zunahme um 69 Prozent gerechnet, in Afrika rechnet man sogar mit einer Zunahme um 90 Prozent. In Industriestaaten wie Amerika (U.S.A. und Kanada) sind etwa 38 Millionen Menschen oder 11 Prozent der gesamten Bevölkerung an Diabetes erkrankt und weitere 57 Millionen Menschen haben eine Vorstufe des Diabetes, die ohne eine Änderung der Lebensgewohnheiten zu Diabetes führen wird.

Blutzucker-Messgeräte

Der Markt der Blutzuckermessgeräte wächst um etwa 11 Prozent jährlich und wird zu nahezu 99 Prozent von Messgeräten dominiert, die darauf basieren, dass der Patient einen Blutstropfen aus der Fingerkuppe durch Stechen mit einer Lanzette gewinnt und diesen auf einen Messstreifen bringt, der über ein Messgerät ausgelesen wird. Die Messstreifen sind dabei nur einmalig zu gebrauchen. Der Markt für Blutzuckermessgeräte wird von den Produkten der Hersteller Roche, Lifescan (Johnson & Johnson), Abbott und Bayer dominiert, wobei der bei weitem größte Anteil des Umsatzes durch den Verkauf der Messstreifen erzielt wird.

Im Jahr 2000 wurde von der Firma Minimed (heute Medtronic) erstmalig ein kontinuierlich messendes Blutzuckermessgerät (CGMS) auf den Markt gebracht. Dieses Gerät konnte drei Tage lang ununterbrochen Messwerte aufnehmen und speichern. Die Messwerte standen jedoch erst nach Ende der drei Tage zur Verfügung um beispielweise Änderungen in der Therapie auf ihren Nutzen zu überprüfen. Heute gibt es Systeme von Medtronic (Guardian Realtime®, Enlite®), Dexcom (G4 platinum®) und Abbott (Freestyle Navigator II®), die zwischen 6 und 7 Tagen ununterbrochen arbeiten und die Messergebnisse dem Patienten in Echtzeit zur Verfügung stellen.

Markt für kontinuierliche Blutzucker-Messgeräte

Dieser noch recht junge Markt hat zurzeit eine Größe von etwa 250 Millionen US-Dollar und wächst jährlich um etwa 13 Prozent. Die heute auf dem Markt erhältlichen kontinuierlichen Blutzuckermesssysteme sind bisher lediglich zur Ergänzung der herkömmlichen Blutzuckermessung zugelassen. Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen an einer nur mäßigen Messgenauigkeit.

Dies hat zur Folge, dass die Kosten für Systeme zur kontinuierlichen Blutzuckermessung häufig nicht von Krankenkassen erstattet werden. Diese Kosten sind jedoch mit derzeit etwa 4000 Euro pro Jahr sehr hoch und haben zur Folge, dass der Marktanteil der kontinuierlichen Blutzuckermesssysteme noch relativ klein ist.

Derzeit sind Bestrebungen im Gange, diese Systeme in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. Das FiberSense-System der EyeSense GmbH verbessert die Messgenauigkeit und kann die Kosten deutlich verringern. Damit werden zukünftig kontinuierliche Blutzuckermesssysteme nicht nur überproportional Markanteile gewinnen, sondern das FiberSense-System wird diese Entwicklung vorantreiben und maßgeblich von ihr profitieren.